FAQ's - häufig gestellte Fragen

  • Was kann Kieferorthopädie für mich tun?

    Bei vielen Patienten, die sich für eine kieferorthopädische Behandlung entscheiden, steht der Wunsch nach einer Verbesserung ihres Aussehens im Vordergrund. Dabei ist vielen von ihnen die gestörte Funktion mit den dadurch bedingten Risiken für die Zähne, das Zahnfleisch und die Kiefergelenke gar nicht bewusst.

    Durch schief stehende Zähne entstehen Fehlbelastungen und für die Reinigung schwer zugängliche Bereiche. Dadurch kommt es meistens zu einem frühzeitigen parodontalen Knochenabbau und kariesbedingten Schäden.
    Durch die gestörte Funktion des Kauorgans entstehen im Laufe des Lebens häufig Schäden im Bereich der Kiefergelenke, wodurch Schmerzen, Migräne, Verspannungen, Gelenksknacken und Wirbelsäulenprobleme entstehen können.

    Aus kieferorthopädischer, medizinischer Sicht steht die Verbesserung der Funktion des gesamten Kauorgans  im Vordergrund. Letzten Endes wird mit einer gesunden Funktion und einem harmonischen Zusammenspiel von Muskeln, Gelenken und Zähnen auch ein gutes Aussehen erreicht. Gute Funktion und gutes Aussehen gehen Hand in Hand.

  • Was sind die Ursachen von Fehlstellungen?

    Zur häufig gestellten Frage der Ursachen von Fehlstellungen ist zu bemerken, dass diese einerseits durch genetische Faktoren, andererseits durch Umwelteinflüsse entstehen. Besonderes Augenmerk sollte in diesem Zusammenhang auf eine ungestörte Nasenatmung, Allergien, falsche Angewohnheiten das Kauorgan betreffend (auch Parafunktionen oder Habits genannt), ein kariesfreies Gebiss  sowie auf eine ausgewogene Ernährung gelegt werden.

  • In welchem Alter sollte ich mein Kind zum ersten Mal

    beim Kieferorthopäden vorstellen?

    Grundsätzlich sollten Fehlstellungen wie Kreuzbiss, Progenie (verkehrter Frontzahnüberbiss), extremer Überbiss und offener Biss als auch ein vorzeitiger Milchzahnverlust frühzeitig, das heißt unter Umständen manchmal sogar schon ab dem 5. Lebensjahr, behandelt werden.

    Sollten Sie im Zweifel sein ob Sie oder Ihr Kind eine Behandlung benötigen, vereinbaren Sie am besten einen kostenlosen Beratungstermin in unserer Praxis. Hier werden Sie genauestens über eine eventuelle Behandlungsnotwendigkeit aufgeklärt. Grundsätzlich versuchen wir, die Behandlungen so individuell, einfach und kurz wie möglich zu gestalten

  • Ist eine Überweisung vom Zahnarzt notwendig?

    Nein, es ist keine Überweisung notwendig!

  • Wie kann ich verhindern dass mein Kind eine Zahnfehlstellung entwickelt?

    Fehlstellungen einzelner Zähne oder ganzer Zahnreihen sind häufig auf genetische Faktoren zurückzuführen, andererseits spielen auch sogenannte erworbene Fehlstellungen eine große Rolle.

    Es gibt einige Dinge die beachtet werden können um keine Gewohnheiten entstehen zu lassen, die der Kieferentwicklung schaden.

     

    Beobachten Sie ihr Kind, ob es in Ruhe die Lippen geschlossen hat, oder ob es mit offenem Mund schläft. Besonders Mundatmung führt zu einer Unterentwicklung des Oberkiefers und damit zu Kreuz- und Offenen Bissen sowie vertikalem Schädelwachstum.

     

    Trinken aus dem Becher:

    Das Saugen ist ein natürliches Bedürfnis des Säuglings und dient primär der Nahrungsaufnahme. Ab dem  5. spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonates sollte das Trinken aus einem Becher geübt werden, damit sich das Saugmuster allmählich umstellen kann.

    Das Kind lernt beim Bechertrinken mit den Lippen das Glas abzudichten. Damit trainiert es die Lippenmuskulatur einerseits und andererseits nach und nach ein gegen den Gaumen gerichtetes Schlucken.

     

    Das Dauernuckeln aus einer Trinklernhilfe (alle Arten von Schnabelbecher, Saugflaschen, Flaschen mit Strohhalmen..) sollte vermieden werden, da dies wieder nur die Sauggewohnheit aufrecht erhält und zuckerhältige Getränke außerdem die Entstehung von Karies fördern.

     

    Feste Nahrung:

    Sobald das Kind Zähne bekommt, will es beißen und kauen. Es ist wichtig dass es dann festere Nahrungsmittel angeboten bekommt. Zu lange flüssige und ausschließlich breiige Kost schadet der physiologischen Entwicklung der Mund und Schluckmuskulatur.

     

    Schnuller:

    So um das 8. Lebensmonat tritt das Saugbedürfnis allmählich in den Hintergrund. Wird nun der Schnuller weiter verwendet, wird das Saugbedürfnis künstlich aufrecht erhalten. Das Lutschen am Schnuller ist dann kein Bedürfnis mehr sondern wird zur Gewohnheit.

    Fehlstellungen der Zähne äußern sich im sogenannten „lutsch-offenen Biß“.

    Ist der Schnuller zu häufig und zu lange im Mund kann sich außerdem die Muskulatur die zum Sprechen benötigt wird nicht gut entwickeln.

     

    Daher ist es sinnvoll dem Kind ab dem 8. -12. Lebensmonat den Schnuller nicht mehr bzw. zeitlich stark reduziert zu geben.

  • Bin ich zu alt für eine kieferorthopädische Behandlung?

    Prinzipiell kann man zwischen Behandlungen im Milch-, im frühen oder späten Wechselgebiss und im bleibenden Gebiss unterscheiden.

    Zahnbewegungen sind jedenfalls bis ins hohe Alter möglich. Unsere ältesten Patienten sind über 60 Jahre alt!

  • Muss ich meinen Zahnarzt weiterhin regelmäßig sehen,

    wenn ich in kieferorthopädischer Behandlung bin?

    Ja, Sie sollten weiterhin regelmäßig alle 6 Monate zu Ihrem Zahnarzt zur Karieskontrolle gehen.

    Somit ist gewährleistet, dass alle notwendigen zahnärztlichen Maßnahmen während der kieferorthopädischen Behandlung durchgeführt werden.

  • Wie hoch sind die Kosten für eine private kieferorthopädische Behandlung?

    Bei festsitzenden Zahnspangen bieten wir einen vorher definierten Gesamtpreis, der bis zur Beendigung der Behandlung nicht überschritten wird.

    Für einzelne Behandlungsabschnitte und bei abnehmbaren Zahnspangen bieten wir ebenfalls Fixpreise.

    Falls im Anschluss an eine abnehmbare Behandlung eine festsitzende Zahnspange notwendig sein sollte, bekommen Sie von uns einen Rabatt, sofern die gesamte Behandlung bei uns durchgeführt wird. Damit sind Sie vor unangenehmen Überraschungen gefeit.

    Falls mehrere Familienmitglieder behandelt werden, gibt es ebenfalls Preisnachlässe.

    Sie können mit uns eine Ratenzahlung über den Behandlungszeitraum vereinbaren. Sie werden von uns über die Zuschüsse Ihrer Krankenkasse informiert.

    Bitte haben Sie dafür Verständnis dafür, dass wir hier keine konkreten Zahlen nennen können, da die Behandlungen einfach zu verschieden sind.

  • Wird meine Zahnspange von der Krankenkasse bezahlt?

    Seit 1. Juli 2015 ist für Jugendliche zwischen der Phase des späten Wechselgebisses (meist im Alter von 11 Jahren) und Beginn des 18. Lebensjahres bei Vertragskieferorthopäden die Abrechnung über die E-card möglich, wenn eine Fehlstellung nach IOTN 4 und 5 vorliegt.

    Dies bedeutet nicht, dass mindere Schweregrade nicht behandlungswürdig sind. Die Krankenfürsorgeanstalten sind an dieser Krankenkassenzahnspange nicht beteiligt, aber gewähren wie bisher großzügige Zuschüsse zu den Behandlungskosten.

     

    Behandlungen im frühen Wechselgebiss werden nur in seltenen Ausnahmefällen und nach der Bewilligung von der Krankenkasse zur Gänze übernommen.

     

    Im Großen und Ganzen gilt für die Behandlung im frühen Wechselgebiss das selbe Rückerstattungssystem wie vor dem 1. Juli 2015.

    Für Erwachsenen ab 18 Jahren gelten unterschiedliche Regeln je nach Versicherungsträger.

     

    Über die Behandlungsnotwendigkeit und die genauen Kosten werden Sie bei uns informiert.

  • Was passiert beim ersten Termin?

    Bei ihrem ersten Besuch machen wir uns ein Bild von Ihrer Fehlstellung oder Ihren Beschwerden und klären Sie auf, ob und in welcher Art eine kieferorthopädische Behandlung notwendig ist.

    Sie werden außerdem über die anfallenden Behandlungskosten und die voraussichtliche Behandlungsdauer informiert.

    Dieses Beratungsgespräch ist kostenlos.

    Wenn Sie sich für eine kieferorthopädische Behandlung entschieden haben, ist der nächste Schritt eine genaue Befundaufnahme mittels Fotos von Gesicht und Zähnen, Abdrücke der Zähne zur Modellerstellung sowie Röntgenaufnahmen.

  • Wie lange dauert die Behandlung?

    Um die Dauer der notwendigen Behandlung bestimmen zu können, müssen wir uns erst ein Bild Ihrer Fehlstellung machen.

    Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Behandlungsdauer wesentlich von Ihrer Mitarbeit abhängt. D.h. je besser Sie mitarbeiten, umso schneller können wir die Behandlung erfolgreich abschließen. Unter Mitarbeit verstehen wir z.B.: das Tragen der abnehmbaren Spange, das
    Tragen der Elastics (Gummiringerl) bei festsitzender Behandlung, gute Mundhygiene, etc.

  • Tut es weh?

    Um eine Zahnspange einzusetzen, benötigen wir weder eine Spritze noch einen Bohrer!

     

    Abnehmbare Zahnspangen:

    Diese bedürfen meistens nur einer gewissen Eingewöhnungsphase.

    Sie  stellt im Mund anfangs natürlich einen Fremdkörper dar, was sich vor allem beim Sprechen bemerkbar macht. In der Regel dauert es ungefähr 2-3 Tage, bis man sich an die neue Situation gewöhnt hat.


    Festsitzende Zahnspangen:

    In den ersten Tagen nach dem Kleben der Brackets oder dem Einlegen eines neuen Drahtes werden die Zähne meist aufbissempfindlich. Dies zeigt sich vor allem durch Probleme beim Abbeißen und Kauen. Daher vor allem weiche Kost essen.

    Sollte es bei intakter Zahnspange zu offenen Stellen im Mund kommen, einfach mit dem  von uns mitgegebenen Wachs die scheuernde Stelle abdecken.

  • Was soll ich tun, wenn meine Zahnspange kaputt ist?

    Sollte es ein Problem mit Ihrer Spange geben, rufen Sie uns bitte in jedem Fall gleich an, damit wir Sie hinsichtlich einer einfachen Problemlösung beraten sowie einen ehest möglichen Kontrolltermin vereinbaren können!


    Wenn sich  bei einer festsitzenden Zahnspange ein Teil löst und die Schleimhaut irritiert, kann man sich meist sehr gut selbst helfen (vor allem an Wochenenden) und mit einem Nagelzwicker, Seitenschneider oder dergleichen den stechenden Draht abzwicken.

  • Kann ich mit meiner Spange Sport treiben?

    Mit Ausnahme von Kampfsport können Sie weiterhin völlig ungehindert Ihrem Sport nachgehen. Bei Kampfsport empfiehlt sich das Tragen eines Mundschutzes den Sie allerdings bei uns erhalten können .

  • Kann ich mit meiner Spange ein Blasinstrument spielen?

    Ja, etliche unserer Patienten spielen Blasinstrumente. Bei Blasinstrumenten kann es einige Zeit dauern, bis Sie sich an die feste Apparatur gewöhnt haben. Fragen Sie diesbezüglich auch Ihren Musiklehrer, er sollte Ihnen Tipps geben können und gegebenenfalls das richtige Mundstück für Sie aussuchen.

  • Brauche ich einen Retainer nach der Behandlung?

    Um nach einer festsitzenden Behandlung das erzielte Ergebnis zu stabilisieren ist es unumgänglich  einen Retainer zu tragen. Nach Abnahme der Brackets ist es erforderlich, diese unsichtbaren Retainer die ersten drei Monate ganztags zu tragen. Danach beginnen wir die Tragezeit zu reduzieren. Sieben Monate nach der Abnahme tragen Sie die Schienen nur mehr nachts. Die Tragezeit wird so immer weiter verkürzt bis sie sich - abhängig von der Fehlstellung - auf 1- bis 3-mal pro Woche nachts einpendelt.


    Dadurch, dass der Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich einer lebenslangen Veränderung unterworfen ist, ist auch eine lebenslange Stabilisierung notwendig, wenn das erreichte Ergebnis unverändert erhalten werden soll.

     

    Auch die Zähne von nicht kieferorthopädisch behandelten Menschen verschieben sich im Laufe des Lebens.

  • Muss ich meine Ernährungsgewohnheiten wegen der Spange ändern?

    Grundsätzlich sollte man während der Zeit, wenn die Zahnspange im Mund, ist auf harte Kost wie Nüsse, Steinobst, harte Brotrinde etc. verzichten, da es dadurch zum Abbrechen von Zahnspangenteilen kommen kann.

     

    Die Mundhygiene während einer festsitzenden Behandlung ist verständlicher Weise erschwert, Sie werden von uns aber entsprechend geschult und diesbezüglich kontrolliert.

    Trotzdem  sollte während dieser Behandlung auf zucker- und säurehaltige Lebensmittel wie Limonaden, Ketchup, etc.  verzichtet werden.

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